Auslandsaufenthalt in Spanien

Mein Kindheitstraum und jetzt bin ich mitten drin!

Geschrieben von Vanessa L. am 22. November 2012

Ich bin Vanessa Langer, nächste Woche 16 Jahre alt und bin seit ungefähr 3 Monaten in Alicante. Hier lebe ich jetzt bei einer supernetten Gastfamilie in dem Ort el Campello (ca. 20 min von Alicante Ciudad). Ich habe das Glück direkt am Strand zu wohnen, in einem großen, typisch Spanischen Haus.

Am  Strand in Alicante

Naja, aber jetzt erst einmal ganz von vorne, als ich mich entschieden habe für ein halbes Jahr nach Spanien zu gehen, kam mir alles noch ganz weit weg vor. Doch die Zeit verging enorm schnell und plötzlich stand der Abschied bevor. Ich habe erst so richtig realisiert, dass ich meine Familie und meine Freunde für ein halbes Jahr nicht sehen werde, als ich mich am Flughafen von allen verabschieden musste. Das war eine schwierige Situation, doch der ganze Stress hat mich abgelenkt da es direkt in die Vorbereitungswoche nach Barcelona ging, die ich wirklich jedem nur empfehlen kann. Ich habe schnell Kontakte mit den anderen Austauschschülern geknüpft, mein Spanisch im Sprachkurs aufgebessert und eine Menge von Barcelona gesehen.

Nach der ersten Woche in Spanien ging der Ernst dann los. Als ich in den Zug stieg, stieg auch mein Puls. Das war glaube ich die schlimmste oder auch aufregendste Zugfahrt meines Lebens! Mir ging alles durch den Kopf: Was passiert wenn ich mit meiner Gastfamilie nicht klarkomme? Wie wird das mit der Verständigung? Werde ich mit dem Heimweh klarkommen?
Doch dann als ich auf meine Gastfamilie (Gastmutter, Gastvater, Gastschwester, Gastbruder +Hund) traf waren alle Sorgen wie verflogen. Ich fühlte mich eigentlich direkt wohl und sie haben mich herzlich aufgenommen. Auch mit der Sprache helfen sie mir viel und versuchen mir eine Menge zu zeigen. Am besten verstehe ich mich mit meiner

Gastschwester, weil sie mein Alter hat und ich so gut wie alles mit ihr zusammen mache. Meine größten Probleme am Anfang waren die Essenszeiten, die Menge der Mahlzeiten und auch ein wenig das Heimweh.

Am  Strand in Alicante

Man muss sich echt klar sein, dass es am Anfang schwierig ist mit dem Heimweh. Aber jetzt hat es sich gelegt und ich versuche meine letzte Zeit so gut wie möglich zu genießen und auszunutzen. In der Schule komme ich mittlerweile auch gut zurecht. Ich verstehe mich mit so gut wie allen Klassenkameraden und habe viele Freundschaften geknüpft. Anfangs war es anstrengend alles auf Spanisch aber jetzt werde ich als normale Schülerin angesehen und auch ganz normal benotet. Eins muss ich sagen- Die Schule hier ist wesentlich anstrengender als in Deutschland. Die Lehrer haben höhere Erwartungen und man schreibt viel mehr Klausuren. Deshalb ist es unter der Woche auch oftmals langweilig weil alle Freunde am Lernen sind und man deshalb fast nur etwas am Wochenende unternimmt, aber ich nutze die Zeit und geh regelmäßig am Strand joggen oder verbringe die Zeit mit anderen Dingen.

Im Großen und Ganzen empfehle ich jedem die Erfahrung zu machen, denn es ist eine Erfahrung für das ganze Leben. Man lernt unglaublich viel, nicht nur über die Kultur, die Menschen und Sprache des Landes, sondern auch über einen persönlich. Man entdeckt Seiten die man selber noch nie gesehen hat !